Was ist in der Bundesliga los?

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Bundesliga LogoIn Sinsheim bei der TSG 1899 Hoffenheim werden BVB-Fans mit hochfrequenten Tönen beschallt, auf Schalke schmeißen Kölner Ultras mit Fäkalien, und was kommt als nächstes?

Die TSG aus Hoffenheim hat inzwischen die Schall-Attacken gegen die BVB-Fans zugegeben, schiebt die Schuld dabei einem einzelnen Mitarbeiter in die Schuhe, und weist jede Kenntnis von sich. Das zeugt schon mal von Missverhältnissen im Verein, wenn Mitarbeiter da machen, was sie wollen.

Ich mag den BVB naturgemäß nicht, ich bin eben Schalker. Aber diese Beschallung ist Körperverletzung, und die gönne ich niemandem. Auch nicht den BVB-Fans. Daher habe ich auch Verständnis dafür, dass einige BVB-Fans nun Strafanzeige gestellt haben, zunächst noch gegen Unbekannt.

Bestätigt werde ich in meiner Meinung über den Verein Borussia Dortmund: Der Verein steht seinen Fans in dieser Angelegenheit nicht bei, wie ich heute früh in der WAZ gelesen habe. Eine passende Online-Passage dazu habe ich nicht gefunden. Trotzdem, das zeigt doch, was der Verein von seinen Fans hält, bzw. wie wichtig ihm seine Fans sind…

Heute wurde nun bekannt, dass die Polizei in Gelsenkirchen gegen 3 Fans aus der Kölner Ultra-Szene wegen Körperverletzung ermittelt. 2 von ihnen wurden auf den Videoaufzeichnungen der Polizei beobachtet, wie sie bei der 1:5-Niederlage des 1. FC Köln in der Veltins-Arena in Bierbecher urinierten, und diese Becher dann in die schalker Fanblöcke warfen. Ein 3. Kölner wird durch Zeugenaussagen belastet, neben Urin auch Kot im Becher abgelegt, und diesen dann ebenfalls geworfen zu haben.

Zudem sind die Kölner Fans bereits auf dem Weg zur Arena negativ aufgefallen, da sie u.A. Scheiben in Straßenbahnen zerstörten, und mit Flaschen und anderen Gegenständen Polizisten beworfen haben.

Ein Fehltritt eines Vereins oder eines Mitarbeiters des selben ist eher selten, aber ebenso wenig zu tolerieren wie das Verhalten einiger so genannter Fans. Egal, um welchen Verein und um welche Fangruppierung es geht. Eine hochfrequente Beschallung gegnerischer Fans in der Veltins-Arena würde ich ebenso daneben finden, wie Ausschreitungen welcher Art auch immer in Schalker Fanblöcken.

Ich wünsche mir, dass die Verantwortlichen in beiden hier genannten Fällen schnell eine relativ harte Strafe bekommen, damit potentielle Nachahmer gewarnt sind.

Keep it Country, Markus

Bildquellen:
Headerbild: RainerSturm / pixelio.de
Schallattacke: DerWesten.de und nochmal DerWesten.de
Fäkalienwürfe: DerWesten.de, nochmal DerWesten.de, und Kicker online

6 Kommentare

  1. Thomas (Twitter: )

    Ich kann den ganzen Irrsinn auch nicht verstehen, was in den Köpfen DIESER Leute vor geht. Ist es heutzutage nicht mehr möglich, ein Spiel einfach NUR anzusehen und zu genießen, ohne den vermeintlichen „Gegner“ in irgend einer Form zu schädigen. Ok, kleine gegenseitige Fozeleien zwischen den Fans gehören bei den Spielen einfach dazu. Aber was nun abgeht sprengt mal wieder alle Grenzen. Ich möchte mir nicht ausmalen, was wohl zukünftig und als nächste Aktion von „vermeintlichen Fans“ bei einem Bundesligaspiel zu erwarten ist.

    1. Markus (Twitter: ) (Beitrag Autor)

      Nun gut, dass die BVB-Fans auf den Hopp von Hoffenheim nicht gut zu sprechen sind, und den beim Aufeinandertreffen der beiden vereine mit Schmähgesängen beglücken, ist ja bekannt. Auch nicht die feine englische… Aber was dieser Stadion-Mitarbeiter sich da nun geleistet hat, war unter aller Würde. Bin gespannt, wie die Antwort am 19. Spieltag sein wird…

      Zum anderen Fall: Dass die Fans aus Köln frustriert waren, kann man verstehen. Ich war ne Woche zuvor ebenso frustriert. Aber ich habe deswegen keine Gegenstände geworfen. Gut, ich war nicht in Stuttgart, aber trotzdem…

      Es ist nun mal leider so, dass Fußballspiele als Anlass für Randale genommen werden. Immer seltener in den Stadien, dafür immer häufiger vor oder nach den Spielen an vereinbarten Treffpunkten…

  2. Andi (Twitter: )

    Wahrscheinlich Ultras die ihre gute alte Stimmung wieder haben wollen. Fußball gucken wird ja mehr und mehr zum Familienausflug. Die WM 2006 hat da kräftig mitgewirkt. Einigen Ultras stößt das ja angeblich auf. Die wollen sich lieber wieder regelmäßig nach den Spielen prügeln. Degenerierte Deppen….

    1. Markus (Twitter: ) (Beitrag Autor)

      Degenerierte Deppen, das triffts ganz gut…

      Wie ich gerade schon auf Thomas Kommentar geantwortet habe: Die sprechen sich ab, per SMS oder neumodisch über Twitter/Facebook, und treffen sich dann abseits vom Stadion zu einer gepflegten Prügelei. Im Stadion sind die Sicherheitsmaßnahmen seit Jahren so hoch, dass dort keine Schlägereien mehr möglich sind.

      Das Problem dabei: Weil immer mehr Familien mit Kindern ins Stadion kommen, wie Du schon richtig erkannt hast, verteilen die sich nach dem Spiel ja auch irgendwo. Und sind der gepflegten Prügelei dann wohl im Weg.

      Die „Fans“, die für Randale und Schlägerei in die Stadion kommen, sind immer noch da, Woche für Woche…

  3. Marcus (Twitter: )

    Ich weiß nicht, ob Du dich bezüglich Dortmund nicht etwas zu weit aus dem Fenster lehnst.

    Gut, ich habe den von Dir erwähnten WAZ-Artikel als Norddeutscher naturgemäß nicht lesen können, weiß aber von der Rivalität zwischen S04 und dem BVB.

    So wie ich die in meinen Augen sehr sachlichen Dortmunder Verantwortlichen einschätze, regeln die das in aller Ruhe hinter den Kulissen. Vor allem werden sie wohl erst einmal abwarten, was die Untersuchungen in Hinsicht darauf ergeben, wer bei der TSG alles von dieser Geschichte gewusst hat.

    Denn sie wissen sehr genau, das ihre Fans auf den Hopp nicht sehr gut zu sprechen sind. Und tun daher – vielleicht für einige unverständlich – genau das richtige: Nicht noch zusätzlich Öl ins Feuer gießen.

    Auch nehmen sie mit ihrer Zurückhaltung diesen ‚Fans‘ den Wind aus den Segeln. Würden sie jetzt nämlich auf die Kacke hauen, würden diese Schreihälse das wohlmöglich als offizielle Rückdeckung betrachten und sich dadurch bestätigt sehen. Und das kann es ja auch nicht sein.

    Das das auf Schalke anders laufen würde, ist klar! Da würde man seitens Tönnies und Heldt erstmal lospoltern und sich echauffieren bis zum Umfallen.

    Was – wie erwähnt – auch zum gewaltigen Bumerang werden kann.

    Und was man auch nicht vergessen darf: Wer jemand anderen – in welcher Art und Weise auch immer – beleidigt, muss mit einer Reaktion rechnen. Wie die aussieht oder auszusehen hat, steht nirgends geschrieben.

    Bei manchen reicht ja schon ein falscher Blick und rumms hat man eine Faust im Gesicht oder wo auch immer.

    1. Markus (Twitter: ) (Beitrag Autor)

      Ich denke mal, zumindest nach dem von Hoffenheimer Seite das Vergehen zugegeben wurde, hätte der Verein den Fans seine Unterstützung anbieten können. Das geht auch leise, da muss man nicht laut lospoltern für. Dass ich den WAZ-Artikel nicht einscannen und hier einstellen kann, ist schade, entspricht aber dem Urheberrecht…

      Und warum so negativ über Schalke? Warum müssen Tönnies und Heldt lospoltern? Sehe ich nicht so, der Lautsprecher hat Schalke im Frühjahr verlassen, die anderen schlagen mehr oder weniger leise Töne an.

      Richtig ist, dass man nach Beleidigungen mir Reaktionen rechnen muss. Aber auch die haben sich im Rahmen der Gesetzte zu bewegen, und haben nicht in Körperverletzung auszuarten. Denn genau das ist in Sinsheim geschehen, und da stehe ich auch als Schalker auf der Seite der BVB-Fans!

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