Schwachsinn Blitz-Marathon – ein Kommentar

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In der kommenden Woche, am 10. Oktober, wird die NRW-Erfindung „Blitz-Marathon“ bundesweit exportiert. 24 Stunden am Stück wird dann geblitzt, an 8.600 Stellen in ganz Deutschland. Neben den kommunalen Ordnungsdiensten mit ihren Radarwagen werden dann 14.700 Polizisten nur dafür angestellt sein. 1

Aber was bitte soll so eine angekündigte Großaktion bringen? Die meisten Verkehrsteilnehmer wissen Bescheid und fahren dann mal für einen Tag etwas langsamer. Am Freitag wird dann wieder gerast, das der Bleifuß hergibt.

Somit gibt es maximal für einen Tag etwas mehr Sicherheit auf deutschen Straßen. Bis auf ein paar wenige Unbelehrbare, die den Stadtsäckeln etwas Gutes tun möchten, passen alle auf. Hinter der nächsten Ecke könnte er ja lauern, der moderne Raubritter mit der Radarkanone.

Dazu kommen dann so interessante Entwicklungen wie z. B. in NRW, wo die Kommunen nicht mehr nur an Gefahrenstellen und Unfallschwerpunkten blitzen dürfen, sondern überall da, wo gerne mal zu schnell gefahren wird. Auch, wenn es da gefahrlos möglich ist. Da drängt sich der Verdacht auf, dass solche Großaktionen mehr dem Geld drucken als der Sicherheit dienen sollen.

Ich glaube kaum, dass die Kosten für diesen bundesweiten Blitz-Marathon durch Verwarn- und Bußgelder wieder reinkommen. Von daher wären die klammen Länder und Kommunen besser beraten, gezielte Geschwindigkeitskontrollen an Gefahrenstellen und Unfallschwerpunkten durchzuführen. Ohne vorherige Ankündigung.

Diesen Kommentar habe ich heute für die AG Bauen und Verkehr der Piratenpartei Deutschland verfasst.

Keep it Country, Markus

Bildquellen:
Headerbild: Uwe Steinbrich / pixelio.de

3 Kommentare

  1. Marcus (Twitter: )

    Alles andere als für das Portemonnaie der Städte und Gemeinden ist diese Aktion sicher nicht gedacht.

    Mit der großen Vorankündigung entzieht man sich nur dem Shitstorm, der sich ansonsten nach der Aktion ausbreiten würde.

    Gut, das man damit an dem Tag evtl. auch einen, zwei oder drei Unfälle verhindert, kann natürlich auch sein. Wobei, wenn irgendwer plötzlich wegen so einem Blitzer bremst….

    1. Markus (Twitter: ) (Beitrag Autor)

      Wobei, wenn irgendwer plötzlich wegen so einem Blitzer bremst…

      Und der Hintermann dann auffährt? Dann war der ebenfalls zu schnell und hat zudem den Sicherheitsabstand nicht eingehalten… ;)

  2. sebi

    Ja sehe ich genauso. Es geht einzig und alleine darum, die Kassen der Gemeinden zu füllen. Fahre jeden tag 100 Kilometer zum Studium und habe trotzdem keinen Blitzer gesehen.
    Glück gehabt

    Edit by Admin: gewerblichen URL entfernt

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