Verschlüsselt kommunizieren leicht gemacht

Messenger Header, Bild: Cowboy of Bottrop, Lizenz: CC-by-sa 3.0 de
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Ich bevorzuge ja bekanntlich verschlüsselte Kommunikation und verwende daher auch GnuPG bei meinen Mails und verabscheue Datenschleudern wie WhatsApp oder den Facebook Messenger. Leider erreicht man viele Leute aber nicht anders…

Über Threema als Ersatz für WhatsApp & Co habe ich ja bereits geschrieben. Der in der Schweiz beheimatete Service verschlüsselt die Nachrichten bereits auf meinem Smartphone vor dem Versand, und entschlüsselt sie erst wieder beim Empfänger. Auf den Threema-Servern bleibt die verschlüsselte Nachricht nur so lange liegen, bis sie auf das Gerät des Empfängers zugestellt werden kann, maximal jedoch 14 Tage. Der Nachteil daran ist, dass es keinen Mehrgeräte-Betrieb gibt. Zwar sagen die Macher von Threema, dass die sowas auf der ToDo-List haben, allerdings nicht mit hoher Priorität. Mir erschließt sich dann auch nicht, wie ich von einem zweiten Handy aus, oder von einem Tablet oder gar Desktop-PC auf den Nachrichtenverlauf zugreifen soll, wenn die Nachrichten nach erfolgreicher Zustellung vom Server gelöscht werden. Aber egal, wir haben hier eine sichere, verschlüsselte und nicht mitlesbare Kommunikation. Und in der aktuellen Version unterstützt Threema auch den Versand von Dateianhängen bis 20MB.

Threema
Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 2,99 €
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
  • Threema Screenshot
Threema
Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 2,99 €
Threema
Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 1,99 €

Während Threema also nur auf dem Smartphone und Tablet funktioniert, habe ich ProtonMail als Mailanwendung im Browser. ProtonMail ist ebenfalls in der Schweiz beheimatet und verschlüsselt interne Mails automatisch. Wenn man also Mailpartner hat, die ebenfalls einen Proton Mail Account haben, hat kein Dritter die Chance zum Mitlesen. Mails von oder an andere Mailprovider werden natürlich nicht verschlüsselt.

Da für ProtonMail nur ein Webmailer zur Verfügung steht, braucht sich niemand mit der Konfiguration eines Clients wie Thunderbird oder Outlook herumärgern. Es gibt schlicht keine IMAP- oder POP3-Server zum Empfang der Mails. Der Webmailer wirkt aber aufgeräumt und modern, er bietet alle notwendigen Funktionen. Zur Zeit steht der Webmailer aber nur in englischer Sprache zur Verfügung.

ProtonMail Screenshot

Der Webmailer von ProtonMail wirkt aufgeräumt

Trotz der Tatsache, dass ProtonMail noch im Beta-Stadium steckt, funktioniert das bereits recht gut. Man benötigt allerdings eine Einladung, um sich bei Proton Mail zu registrieren. Diese Einladung kann man über einen Link im Login-Dialog anfordern. Im Moment jedoch, so eine Meldung auf der Seite, sind die Serverkapazitäten ausgeschöpft. Man erweitere diese jedoch ständig, um dann die nächsten Einladungen zu versenden.

Nachdem man dann Benutzername (und somit die Mailadresse) und Kennwort festgelegt hat, muss man sich ein weiteres Kennwort zum Entschlüsseln der eigenen Mailbox ausdenken. Klar, die Mailbox liegt auf den Proton-Servern in der Schweiz. Aber sie ist verschlüsselt und kann ohne das Kennwort nicht eingesehen werden.

Man bekommt eine Mailadresse auf @protonmail.ch, es gibt jedoch auch einen Alias auf @protonmail.com dazu. Für alle User, die nicht in der Schweiz wohnen, sicherlich nicht uninteressant. In den Einstellungen lässt sich festlegen, welche Adresse Standard sein soll.

Für das Smartphone gibt es (noch) keine App, aber die wird sicherlich noch kommen. Der Webmailer ist jedoch responsive, so dass er auch im Smartphone-Browser gut zu benutzen ist.

ProtomMail ist kostenlos nutzbar, aktuell gibt es auch keine Werbeeinblendungen. Ihr bekommt 1GB Speicherplatz für eure Mails.

Ich persönlich habe mehr Vertrauen in Firmen aus der Schweiz, als in die Konzerne aus Amiland mit ihren NSA-Hintertüren. Auch unseren deutschen Konzernen mag ich nicht wirklich trauen, weil die von einer Politik kontrolliert werden, die keine Ahnung von der Materie hat und zudem selbst an unsere Daten will. Wie sehr ihr das?

Keep it Country, Markus

1 Kommentar

  1. wolfram

    … weil es so schön ist und die Schweiz grad am 1. August 2015 gerade 724 Jahre alt wird, gibt es hier mySwitzerland: http://j.mp/mySwitzerland_protonmail. es ist das child-theme zu whiteSandshttp://bit.ly/whiteSands_v120_protronmail.  Have fun :-)

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