Welt-Aids-Tag

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WeltaidstagHeute ist Welt-Aids-Tag. Ein Grund mehr, einmal an die mit dem HIV-Virus infizierten Mitbürger zu denken. Viele sind ja schuldlos infiziert oder gar erkrankt. Entweder durch verseuchte Blutkonserven, oder schon bei der Geburt, weil die Mutter infiziert war.

Man sollte sich mal selber die Frage stellen: Wie gehe ich damit um, wenn ein Freund, ein Kollege oder ein Verwandter mir sagt, er sei HIV positiv? Wie würde ich darauf reagieren? Vergesse ich mein Wissen, dass es für mich zunächst mal ungefährlich ist? Lasse ich womöglich meinen besten Kumpel im Stich? Oder gelingt es mir, einen klaren Kopf zu behalten? Meinen Gegenüber trotzdem noch wie einen Menschen zu behandeln?

Ich muss für mich selber feststellen: Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung, wie ich in einem solchen Fall reagieren würde. Glücklicherweise brauchte ich es bisher auch noch nicht herausfinden, aber wie viele Menschen werden täglich damit konfrontiert? Auch hier bei uns, im “zivilisierten” Deutschland.

Man weiß, dass der Virus nur durch Körperflüssigkeiten übertragen werden kann. Dass also nichts passieren kann, wenn man die entsprechende Vorsicht walten lässt. “Ach, das ist doch nur ein Kratzer” könnte da fatale Folgen haben. Aber trotzdem ist mein Gegenüber noch ein Mensch, mit dem ich zusammen arbeiten muss, der mein bester Freund ist oder was auch immer. Leider werden diese Menschen, die möglicherweise schuldlos mit dem HIV-Virus infiziert wurden, zu oft als Aussätzige behandelt.

Schützt mich mein Wissen davor, es ebenso zu tun? Würde ich in der Lage sein, mit dem Kollegen weiterzuarbeiten? Mit dem Kumpel auf Tour gehen? Ich weiß es nicht. Und ich wünsche mir, es nicht herausfinden zu müssen.

Cindy hat einen Blogbutton dazu kreiert: Button Welt-Aids-Tag

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Keep it Country, Markus

2 Kommentare

  1. ondamaris

    echt klasse dien beitrag, der hat mich sehr gefreut!
    statt vordergründiger netter solidaritäts-postings …
    sich einfach mal zu fragen, wie würde ich reagieren wenn … ich zb einen hiv-positiven im persönlichen umfeld hätte … und ehrlich festzustellen, ich weiss es nicht … vielleicht setzt hier viel eher das nachdenken an, die frage, warum eigentlich, woher diese angst, wenn …?

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    1. Markus (Beitrag Autor)

      Ich bin so ehrlich und sage: Ich habe Angst vor dem Tag, an dem ich damit konfrontiert werde. Im Moment zeichnet sich zwar nichts in dieser Richtung ab, das kann ja auch ganz schnell gehen…

      Ich denke gelegentlich darüber nach, und hoffentlich konnte ich mit meinem Artikel auch andere zum Nachdenken anregen. Nicht nur, weil heute Welt-Aids-Tag ist. Denn der Virus beschränkt sich ja auch nicht auf den 1.12.

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