Jetzt hats mich auch erwischt

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Ich achte eigentlich penibel darauf, hier im Blog keine Bilder zu verwenden, deren Verwendung untersagt ist. Bevorzugt natürlich eigene Bilder, alternativ Bilder aus Drittquellen, deren Lizenzierung eine Verwendung erlaubt.

Sofern ich die Bilder hier nicht selber gemacht habe, stammen die Abbildungen aus Wikimedia Commons, wo grundsätzlich mit Creative Commons lizenziert wird, oder entsprechend lizenzierte Bilder auf dem Fotoportal Flickr. Ich stelle meine eigenen Aufnahmen ja auch unter Creative Commons.

Für die Headergrafiken habe ich jedoch vielfach Bilder aus dem Portal Pixelio.de verwendet. Hier lassen sich nach Registrierung die Bilder in voller Größe herunterladen, die Urheber erlauben ausdrücklich die Verwendung. Dabei wird redaktionelle Nutzung und kommerzielle Nutzung unterschieden. Zudem kann die Bearbeitung eingeschränkt werden, außerdem schreibt Pixelo vor, wie die Quelle zu nennen ist: „Bild: Name / pixelio.de

Nun habe ich hier zwei Bilder eines bestimmten Fotografen heruntergeladen, die ich je einmal als Headerbild verwendet habe. Erlaubt war redaktionelle Nutzung, die Bearbeitung war eingeschränkt. Das bedeutet, ich durfte die Bilder auf das benötigte Format zuschneiden. Ich habe zudem den Quellverweis in die rechte, untere Ecke der Bilder gesetzt. Zudem steht der Quellverweis über ein benutzerdefiniertes Feld unter dem Artikel.

Der Autor dieser Bilder hat seine Werke nun von der Plattform Pixelio.de entfernt und seinen Account dort gelöscht. Und dann hat er einen Abmahnanwalt beauftragt, alle diejenigen abzumahnen, die seine Bilder verwendet haben. So hatte ich heute einen großen Umschlag von einem berliner Winkeladvokaten im Briefkasten. Elf Seiten, dazu je ein Ausdruck der Bilder und eine Preisliste, was die Verwendung von Bildern auf „legalem“ Weg kosten soll.

Von mit will der windige Rechtsverdreher knappe 3000 Euro haben. Schadenersatz für seinen Mandanten, sein Honorar und natürlich angefallene Kosten und Gebühren. Zahlbar bis 6. Juli 2016.

Ich behaupte mal, der angeblich professionelle Fotograf, nennen wir ihn Uwe Steinbrich, hat mit seinem Geschäft keinen Erfolg gehabt und hofft jetzt auf ne schnelle Mark, indem er seine Bilder von Pixelio.de entfernt und dann schnell Abmahnungen verschicken lässt. Der Fotofuzzi verstößt dabei aber schon mal gegen die Schadenminderungspflicht, indem er Anwalt beauftragt, der über 1000 Euro Honorar fordert und zusätzlich nen knappen Hunni für seine Kosten. Der korrekte Weg wäre ja wohl eine direkte Kontaktaufnahme gewesen mit der Bitte, seine Bilder nicht weiter zu verwenden.

Stattdessen wird über den Rechtsverdreher eine Drohkulisse aufgebaut, die sicherlich viele kleine Website-Betreiber beeindruckt und zur Zahlung bewegt. Ich werde mich wehren und meinerseits einen Anwalt mit der Wahrnehmung meiner Rechte beauftragen. Schließlich habe ich die Bilder legal verwendet und auch die geforderten Bedingungen erfüllt. Dass der Knipser seine Machwerke dann zurückzieht, kann ich nicht ahnen.

Als ich nun auf Pixelio.de nachgeschaut habe, habe ich festgestellt, dass von insgesamt 25 heruntergeladenen Bildern sieben nicht mehr verfügbar sind. Von den anderen habe ich aber (noch) keine Abmahnung bekommen, einige Bilder habe ich aber auch im Blog der AG Bauen und Verkehr der Piratenpartei verwendet. Und dieses Blog habe ich längst gelöscht.

Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Aber drei Riesen hab ich nicht über, das kann der sich vonne Backe putzen.

Ganz aktuell: Ich habe vorhin auf der Facebook-Seite von Pixelio.de nachgefragt, ob sowas öfter vorkommt. Gerade eben kam die Antwort:

Hallo Herr Bloch – ich kann nun nicht nachvollziehen, was der Grund der Abmahnung in dem Fall sein soll? Die Löschung der Bilder bei pixelio ist kein Abmahnungsgrund. Sie erhalten gemäß Punkt 5 der Nutzungsbedingungen vom Urheber u.a. eine zeitlich unbeschränkte Lizenz zur Nutzung und diese erlischt natürlich nicht, wenn ein Bild bei pixelio nicht mehr verfügbar ist…

Wenn das so stimmt, 1:0 für mich.

Keep it Country, Markus

4 Kommentare

  1. Pingback: Haben die aufgegeben? | Cowboy of Bottrop

  2. Rio (Twitter: )

    Diese Schweinebacken !! Finde es schlimm, dass sowas noch immer legal möglich ist. Normal sollte man auf Schmerzensgeld gegenklagen. Letztlich droht ja im ersten Moment durch sowas einer Familie eine enorme Finanzkrise.

    Drücke dir die Daumen, dass das gut für dich ausgeht !!

    Antworten
    1. Markus (Twitter: ) (Beitrag Autor)

      Danke, Rio, ich bin da optimistisch. Pixelio hat mir gestern Abend noch eine Bestätigung zukommen lassen, dass ich beide Bilder über das Portal heruntergeladen habe und die Bilder somit rechtmäßig nutze. Im Blog habe ich sie trotzdem erstmal ausgeblendet, den Quellverweis aber noch erstmal dringelassen.

      Antworten
      1. Rio (Twitter: )

        Das klingt super ! Dann wirds auch gut ausgehen.

        Antworten

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