Das Red Bull-Team hat ja gestern bereits die Team-Weltmeisterschaft vorzeitig für sich entscheiden können, aber die Fahrerwertung ist durch den Doppelsieg des Teams so spannend wie selten zuvor.
Folgendes Szenario: Beim letzten Rennen kommenden Sonntag in Abu Dhabi gewinnt erneut Sebastian Vettel, und Mark Webber wird wieder zweiter. Dann haben beide Fahrer 256 Punkte auf dem Konto. Pari.
Spinnen wir das mal weiter: Für Fernando Alonso läuft das Rennen nicht so gut, er fährt als fünfter an der schwarz-weiß karierten Flagge vorbei. Was meint Ihr, wie viel Punkte der dann hat? Richtig: 256!
Jetzt kommt die Entscheidung, wer denn wohl Weltmeister wird. Als Erstes schauen wir, wer die meisten Siege hat: Vettel und Alonso kommen beide auf fünf Saison-Siege, Webber nur auf vier. „Not bad for a number two driver“, aber nicht genug für die WM. Webber ist raus.
Gucken wir weiter: Es entscheidet sich zwischen Vettel und Alonso über die Anzahl der zweiten Plätze. Oder auch nicht, denn da herrscht immer noch Gleichstand, ebenso bei der Anzahl der dritten Plätze. Wahnsinn, oder?
Weltmeister wird am Ende Sebastian Vettel, weil er öfter als sein Kontrahent im Ferrari auf Platz Vier gefahren ist. Kaum vorzustellen, aber es wäre so.
Nun, dies alles ist hypothetisch. Es ist recht unwahrscheinlich, dass es genau so kommt. Nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich.
Dass es so kommen kann, verdanken wir dem Red Bull-Team und der Tatsache, dass die in Brasilien keine Stallorder ausgegeben haben. Ob dies aber in der Wüste so bleibt, ist schwer zu sagen. Denn wenn Mark Webber das letzte Rennen der Saison gewinnt, und Vettel Zweiter wird, ist der Australier Weltmeister, ganze zwei Punkte vor Alonso.
Der Vollständigkeit halber: Bei dem gleichen Zieleinlauf wie in Sao Paolo, also Vettel, Webber, Alonso, dann ist der Spanier Weltmeister.
Die WM ist also so offen wie schon lange nicht mehr. Drücken wir Sebastian Vettel also am Sonntag die Daumen, und wünschen Alonso nen Kolbenfresser
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