Midsommar im Sauerland

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MidsommarEigentlich macht die Flophouse String Band zur Sommersonnenwende Urlaub in Schweden oder Norwegen, um die Midsommar-Nacht dort zu begehen. Und eigentlich wird die Band dabei von zahlreichen Fans begleitet, die in der taghellen Nacht feiern. Nur dieses Jahr wurde da nichts draus. Die Floppies fuhren nicht nach Norden. 🙁

Das brachte Mel D. auf den Plan, die das Midsommar-Feeling nach Deutschland holte 8) Genauer gesagt: Ins Sauerland, nach Hagen, einem zu Sundern gehörendem Ort mit 800 Einwohnern (Aussage des Pensionswirtes).

Kuhtreiber

Die Kinder treiben die Kühe von der Weide zum Melken in den Stall

Da waren wir dabei, zumal das preislich auch für Familien erschwinglich war. Anreisetag war Freitag, bis 19:00 Uhr zum gemeinsamen Grillen sollte man nach Möglichkeit eingetroffen sein. Wir stellten uns also mittags schon in den Freitag-Nachmittag-Stau und kamen gegen 15:30 Uhr nach etwa zwei Stunden Fahrt an. Wobei wir unterwegs mal Zweifel an der beschriebenen Route hatten :-/

Die Pension, der Nehlingshof von Familie Gerdes, liegt wunderschön im Berg, mit prima Ausblick über das Dorf im Tal und rüber zum Sorpesee. Zur Pension gehört eine eigene Reithalle, man kann aber auch zu Pferde in die Natur. Familienfreundlich stehen eigene Planwagen zur Verfügung, und für die Kinder ein überdachter Spielplatz. Neben dem Haus gibt es neben einem kleinen Teich und einem Wassertret-Becken einen Grillplatz, der auch für Lagerfeuer geeignet ist. Dazu die netten Wirtsleute und gute Hausmannskost. Wunderbar, was will man mehr 🙂

Die letzten kamen erst spät am Abend an, aber es waren noch einige Würstchen und Rippchen über 😉 Zuvor machten wir es uns draußen an der Kaffeetafel bequem, bevor die Kinder noch mit dem Wirt losgezogen, die Kühe von der Weide zum Melken in den Stall zu treiben. Es waren außer unseren Beiden noch mehrere Kinder da, insgesamt sieben. Inklusive der Kinder der Familie Gerdes.

Im Kaminzimmer

Trotz Regen: Im Kaminzimmer war es urgemütlich

Die Wirtin kümmerte sich um den Grill, und hatte zusammen mit der Schwiegermutter hervorragende Salate zubereitet. Es schmeckte jedenfalls alles sehr gut. Leider begann es dann immer wieder zu regnen, so dass wir noch ins Haus gingen. Es gab da aber ein großes Kaminzimmer, wo wir noch bis spät in die Nacht gemütlich zusammen saßen. Dabei packte die Flophouse String Band die Gitarren aus und es wurde noch viel gesungen, und auch getrunken.

Den Samstag ließen wir dann nach einem mehr oder weniger gemeinsamen Frühstück langsam angehen, um uns am Mittag in zwei Gruppen aufzuteilen. Ich gesellte mich zu einer kleinen Gruppe, die nach Warstein fuhr um die dortige Brauerei zu besichtigen. Wir waren zu fünft. Die meisten machten sich über die Pferde her, oder machten es sich im Planwagen bequem. Es war wohl eine zwei- oder dreistündige Tour durch die Umgebung.

Die Fahrt nach Warstein dauerte gut eine Stunde, und unser Fahrer war schon recht flott unterwegs. Aber ein Bully ist halt kein Rennwagen… Als wir dann an der Pforte zur Brauerei ankamen, erklärte der Schrankenwärter da uns den Weg zur nächsten Pforte, von wo aus die Führungen gestartet werden. :angry: So kamen wir auf den letzten Drücker bei eben dieser Führung an, die schon verspätet gestartet ist.

Nach einem kurzen Einführungsfilm in einem Stehkino gingen wir in das so genannte Rotarium, einem 360°-Kino, in dem die Sessel auf einer Drehbühne montiert sind. Hier gab es schon mal viel technisches Vorwissen für die eigentliche Besichtigung. Der Film läuft auf der hoch gelegenen Rundum-Leinwand und bewegt sich mit der Drehung der Sessel weiter. Unter der Leinwand sind verschiedene Stationen des Brauprozesses aufgebaut und mit Mechanik versehen. Allerdings sind das alles alte Anlagen, die früher mal verwendet wurden. Im Film wurde dann erklärt, wie es früher gemacht wurde, um dann die modernen Anlagen dagegen zu stellen. :cheese:

Nachdem wir da einmal rum waren, ging es zu einer Art Zug, vergleichbar mit einer Kirmes-Bimmelbahn für die Straße. Natürlich moderner, und mit Multimedia-Technik ausgerüstet. Will heißen, je Wagen zwei LCD-Fernseher und einige Lautsprecher. Da ging der Film dann weiter, mit Erklärungen zu den gerade passierten Stationen der Tour. So ging es zunächst am Brauerei-eigenen Containerbahnhof vorbei, um dann über das Areal in die „Heiligen Hallen“ zu kommen. Produktion, Abfüllung, LKW-Verladung, sehr interessant. Nach der Tour durch die Brauerei ging es wieder an der Container-Station vorbei zurück in den „Bahnhof“. Die Besichtigung war nach etwa zwei Stunden beendet.

Wir setzten uns noch in den Biergarten, denn schließlich sind im Preis für die Besichtigung noch zwei Bier pro Person enthalten. Dazu gönnten wir uns vom Imbissstand im Biergarten, der den Namen „Ruhrpottgrill“ trägt, standesgemäß eine Mantaplatte (für alle Nicht-Ruhrpottler: Currywurst-Pommes-Majo) :smoke: Dann machten wir uns auf den Rückweg nach Sundern, wo wir um 16:15 Uhr pünktlich zur Kaffee-Tafel eintrafen. Mel hat aber auch Kuchen gebacken, als ob sie uns eine Woche lang damit versorgen wollte. Aber lecker war er, der Kuchen.

Lagerfeuerromantik

Nach dem Essen am Lagerfeuer wurde es gemütlich

Dann wurde auch schon wieder der Grill angeworfen, während alle Nichtreiter und die Kinder eingeladen waren, sich mal auf den Pferden und Ponys zu versuchen. Ich verkniff mir das 😉

Anyway, die Gäste wechselten zum Teil am Samstag. Zwei Leute sind schon am wieder nach Hause gefahren, während andere erst neu eintrafen, da sie an Freitag noch lange arbeiten mussten. Das war aber wohl so in der Planung.

Nun gut, nach dem Grillen blieb es am Samstag trocken. Also, von oben, nicht von innen :mrgreen: Und so kam auch richtige La­ger­feu­er­ro­man­tik auf, mit Gitarren, Gesang und sogar mit Schlagzeug. Na ja, der Walter hat sich seine Snare dahin gestellt und darauf den Takt vorgegeben 8) Selbst der Wirt blieb bis um Zwei in der Früh dabei und hatte ebensoviel Spaß wie wir. Wenn er nicht so früh raus gemusst hätte, um die Tiere zu versorgen, wäre er auch noch länger geblieben 😉 Anja und ich machten uns gegen halb Drei ins Bett, während draußen wohl noch zwei Stunden weiter gefeiert wurde.

Am heutigen Sonntag war das Frühstück genauso gemeinsam wie am Samstag, danach wurden so allmählich die Koffer gepackt und in die Autos verstaut. Nachdem man dann noch einige Zeit zusammen stand bzw. saß, verabschiedeten wir uns gegen Mittag und machten uns auf den Heimweg. Nicht, ohne uns noch mal bei den Gastgebern, der Familie Gerdes, und bei der Organisatorin Mel D. zu bedanken, und uns auf das nächste Mal zu freuen. Denn es gefiel uns allen da, und wir wollen auf jeden Fall noch mal da hin. Zumal die Preise dort auf jeden Fall sehr günstig sind.

Zum Schluss auch von dieser Stelle aus noch mal: Danke Familie Gerdes, Irmgard und Meinolf, für die Gastfreundschaft, und Danke Mel, für die Idee und Planung, und die ganze Arbeit, die Du Dir gemacht hast.

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Keep it Country, Markus

1 Kommentar

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